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Kraft aus Wasser und Feuer

Dampfpfluggespann - Pohlmeyer, Elte

Themenabend des Heimatverein Elte erfolgreich

 

Was entsteht wenn man Wasser auf einem Feuer kocht? Richtig – es entsteht Dampf. Genauer gesagt aus einem Liter Wasser entstehen beim verkochen etwa 1700 Liter Wasserdampf. Das daraus jede Menge Kraft zu gewinnen ist, erkannten bereits Archimedes, der eine Dampfkanone konstruierte, und Leonardo Da Vinci, der etwa 1800 Jahre später berechnete, dass diese Kanone des Archimedes eine 8 Kilogramm schwere Kugel 1250 Meter weit hätte schießen können. Mit diesen Feststellungen begann Klaus Wamelink am vergangenen Donnerstag im Dorf-Heimathaus Elte seinen Vortrag „Kraft aus Wasser und Feuer".

 

tl_files/images/images1/2013_dampf (11)_web.jpgIn der chronologischen Entwicklung der Landwirtschaft stand zwischen Ochse und Traktor eine heute beinahe vergessene Form der Maschine – das Lokomobil. Klaus Wamelink berichtete über die Geschichte des Dampfpflügens mit urtümlich anmutenden Maschinen und veranschaulichte die verschiedenen technischen Entwicklungen und Verfahrensweisen des Ein- und Zweimaschinensystems. Einen Eindruck auf welche Weise in alten Zeiten Kraft aus Wasser und Feuer auch in Elte erzeugt wurde, vermittelte er den interessierten Zuhörern mit Bildern des alten Dampfpfluggespannes des Hofes Pohlmeyer in Elte. Aus der Notwendigkeit zur Kontrolle von Dampfkesseln entstand Ende des 19. Jahrhunderts der DÜV (Dampfkessel-Überwachungs- und Revisionsverein), der, weil er so erfolgreich bei der Unfallverhütung im Bereich der sich rasch entwickelnden Dampfkessel-Technologie war, später auch mit der wiederkehrenden Prüfung von Kraftfahrzeugen beauftragt wurde, so das aus ihm die heutige Marke TÜV hervorging.

 

Nach einem kurzweiligen Filmbeitrag zum Thema „Pflügen mit Dampf" hatten die Zuhörer die Möglichkeit, sich die Technik einiger funktionstüchtiger Dampfmaschinenmodelle anzusehen. Besonderer Dank geht in diesem Zusammenhang an Peter Schnellenberg, der die Modelle aus seiner Sammlung zur Verfügung stellte.

Text und Bild: Klaus Wamelink