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Der Heimatverein Elte möchte heute an den verdientenBernhard Teigelkamp und geschätzten Heimatfreund Bernhard Teigelkamp erinnern, der vor 25 Jahren, am 18. Dezember 1982, im Alter von 84 Jahren verstorben ist. Er hat „Dorfgeschichte“ geschrieben. Er hat dazu ermutigt, 1973 den Heimatverein ins Leben zu rufen. Er hat den jungen Verein damals auf die Fährte der Heimatgeschichte geführt. Bei Wanderungen durch die Elter Landschaft konnte er markante geografische Punkte mit geschichtlichen Ereignissen verknüpfen und an den Küeraobenden am Herdfeuer in seiner originellen plattdeutschen Muttersprache tiefe Einblicke in die Geschichte des Dorfes Elte vermitteln.

Heute wissen wir, dass seine spannenden Erzählungen keine Träumereien am Kamin waren, sondern Geschichte, die auf einer gründlichen Recherche beruhte. In jahrelanger stiller Arbeit hat sich Bernhard Teigelkamp nach den Quellen der Geschichte umgesehen. Er durchblätterte das Pfarrarchiv und die Schulchronik von Elte; tagelang saß er im Bistums- und Staatsarchiv in Münster, um alte Urkunden, Protokolle und Listen zu studieren. Und er befragte die Leute, z. B. den alten „Feldkötter“, Anton Veltmann, der mit seinem Erzähltalent wohl auch den Lehrer Teigelkamp für die Heimatgeschichte zu begeistern wusste.


Im Jahre 1972 waren seine Studien offensichtlich abgeschlossen, und er schreibt im Vorwort zu seiner geschichtlichen Sammlung, dass „dieses Heimatbüchlein“ nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erhebe. Doch es erreiche seinen Zweck, „wenn es den Elter Leuten binnen und buten und auch all denen, für die Elte zur Heimat geworden ist, ein Interesse weckt für die Taten und Gebräuche unserer Vorfahren und für das Schicksal unseres geliebten Elte.“ Das Vorwort war geschrieben, die Sammlung in Themen gegliedert, angereichert mit vielen alten wertvollen Bildern. Alles lag 1972 zur Veröffentlichung bereit. Aber es kam vorläufig nicht dazu. Lediglich ein paar Kopien kamen in Umlauf. Erst 1991/92 veröffentlichte die Firma F.A. Kümpers in ihrer Werkszeitung „Spindel und Schiffchen“ in fünf Folgen ausgewählte Kapitel aus dieser Sammlung – im übrigen eine beachtliche Ausgabe. Frau Aloysia Schröer, Ibbenbüren besorgte dann 1998 mit dem Heft „Geschichte meines Heimatortes – von Bernhard Teigelkamp“ eine autentische Ausgabe der heimatkundlichen Sammlung. Sie ergänzte dies Heft noch um eigene Beiträge aus der Familienchronik des Fiedlerhofes (ihre Mutter stammte von diesem Hof in Heine) und u. a. um den „status animarum“ von 1749. Dies „Heimatbüchlein“ fand in Elte reißenden Absatz.

vlnr.: Anton Janning, Josef Albers, Heinr. Sendker, Heinr. Schröder, Hans Minta, Bernh. Teigelkamp, Josef HelmerEs gab dem Verfasser recht, der mit seinem „Büchlein“ das Interesse der „Elter Leute“ an der Geschichte des Dorfes Elte wecken wollte. Und so sind auch seine heimatkundlichen Forschungen für den Heimatverein Elte zur Grundlage weiteren Erforschens und Erkundens geworden.

Der „Arbeitskreis Geschichte“ im Heimatverein Elte ist dabei, das Dorfarchiv weiter auszubauen. In diesem Archiv wird der Heimatforscher Bernhard Teigelkamp einen Ehrenplatz einnehmen, denn der Heimatverein weiß sich ihm zu großem Dank verpflichtet.

Text: Theo Weischer
Bildmaterial: Fam. Teigelkamp