RHEINE-ELTE Ganz ehrlich: Kiepenkerl Heinz HespingWenn man „Kartoffelfest“ auf einem Flyer liest, dann rechnet man gemeinhin mit ein paar Kartoffelständen, drei alten Kartoffelsortiermaschinen und einer Hand voll Besucher. Wer jedoch am Wochenende einen Abstecher zum Elter Kartoffelmarkt machte, erlebte das Gegenteil: Einige hundert Besucher, zahlreichen Ständen, Aktionen und Unterhaltungsmöglichkeiten rund um das Landleben und die „Goldene Knolle“.Von  

Auch Bürgermeisterin Dr. Angelika Kordfelder war beim 17. Fest wieder einmal beeindruckt vom regen Treiben auf dem Dorfplatz, wie sie in ihrer Eröffnungsrede zum Ausdruck brachte: „Das Elter Kartoffelfest ist eines der wichtigsten Ereignisse, die wir in unserer Region haben. Darauf freue ich mich schon das ganze Jahr. Die Mischung zwischen Verkaufs- und Erlebnisfest passt einfach, und das merken auch die Leute, denen hier jede Menge geboten wird.“
Bürgermeisterin Dr. Angelika Kordfelder und Bodo Schnellenberg
Bewundernde Blicke, nicht nur von der Bürgermeisterin, sondern auch von allen anderen Besuchern ernteten die Mitglieder der Elter Trachtengruppe, die in ihren farbenprächtigen Kostümen ein wahrer Blickfang waren.

Viele Leckereien aus Kartoffeln

Auf dem Dorfplatz warteten lokale Händler mit regionalen Produkten auf: Ein Imker präsentierte Honig aus eigener Herstellung, Korbflechtern, Klöpplerinnen und einem Schuster konnte man über die Schulter schauen und sich bei der Handarbeit anleiten lassen. Am Stand der Landfrauen konnten Kochbücher, Blumensträuße, Kuchen, Brot und frische Waffen erstanden werden. Auch am Heimathaus wieder frisch Gebackenes zu kaufen.

Und selbstverständlich warteten überall Leckereien aus Kartoffeln, sei es in gestifteter, geraspelter oder gebackener Form: Ofenkartoffeln, Brödelkes und Reibekuchen kamen hervorragend an.

Treckerschau mit Erbsensuppe
Bürgermeisterin Dr. Angelika Kordfelder, Hubert Wältring und Heinz Hesping
In den Dienst der guten Sache stellten sich auch in diesem Jahr wieder die Mitglieder des Freundeskreis Pater Vincent und ließen eine lieb gewordene Tradition aufleben: „Leckers aus dem Schwienepott“ stand bei ihnen auf der Speisekarte, untermalt wurde das Ganze von der Emmaus Band die mit Musik aus Afrika und Gospeln die Besucher begeisterte.

Deftig ging es einen Kartoffel-Wurf entfernt weiter. Die Reservistengemeinschaft Elte hatte Erbsensuppe gemacht.
Die Oldtimer-Landmaschinen und -Treckerschau war wie gewohnt auf Tiemanns Wiese zu bewundern und auch die Ausstellung im Heimathaus zum Thema Kartoffel wurde vielfach besucht.

Text: Karin Kühling (Münstersche Zeitung)