Dorfheimatfest 2006

-kas-
Wir haben die goldene 13 erreicht. Wer hätte das gedacht! Hubert Wältring freute sich über die illustre Gästeschar, die sich am Samstagmorgen zur Eröffnung des historischen Kartoffelmarktes auf dem Dorfplatz eingefunden hatte. Die Begründung der Erfolgsgeschichte lieferte Dr. Angelika Kordfelder: das ist das besondere Profil von Elte.Imker Herbert Bülter Zusammenkommen unter Freunden auch das zeichnet den Kartoffelmarkt aus! Mit einer Gratisrunde Reibekuchen und ganz nach Münsterländer Braucheinem Kartoffelschnaps Marke Bauerngold begann das bunte Markttreiben rund um Dorfplatz und Heimathaus.
Zu den Klängen der Oldies Blaskapelle aus Neuenkirchen ließen sich ganz hungrige Besucher schon am Morgen das eine oder andere Kartoffelgericht schmecken. Den Köchen Rudolf Brinkmann vom Hellhügel und Markus Wältring vom Splenterkotten gelang es auch in diesem Jahr wieder, die westfälischen Genießer mit bewährten und neuen Gerichten zu verwöhnen.
Im Backhaus war Gerd Wessels bereits seit 4.30 Uhr am Werk, um den alten Steinbackofen vorzuheizen. Sein Lehrling Josef Kipp ging ihm dabei tatkräftig zu Hand. Bei uns in Hauenhorst steht auch ein alter Steinbackofen. Sagte es und gab gleich eine Kostprobe seines Wissens. Stände auf dem Dorfheimatfest
Zu Beginn wird der Ofen drei Stunden lang mit Birkenholz vorgeheizt. Nach dem Ausbrennen und einer ersten groben Säuberung wird mit einem nassen Tuch, der so genannten Bäckerfahne, auch die letzte Asche aus dem Ofen gefegt. Dann endlich kann mit dem Backen begonnen werden. Zuerst ist der Butterkuchen an der Reihe. Schon nach 8-10 Minuten ist er fertig und duftet ganz verlockend. Den typischen Geschmack bekommt der Kuchen durch die guten Zutaten, und die kurze Backzeit hält den Teig besonders saftig. Danach werden 35 – 40 Bauern- und Rosinenbrote direkt auf den Schamottsteinen gebacken. Um den Absatz brauchten sich die beiden Bäcker nicht zu sorgen, denn die wohlschmeckenden Gebäcke sind weit über die Grenzen des Dorfes hinaus bekannt. Essen und Trinken auf dem Dorfheimatfest

Immer der Nase folgend gelangte man an den Stand von Brigitte Schulte-Walter. Sie hatte neben handgestrickten Socken für kalte Wintertage würzig duftende Naturseifen mit Jasmin-, Orangen-, Fichtennadel- und sogar Kakaoaroma im Angebot.
Frische Blumenbouquets und Bilder, Holzarbeiten aller Art, holländische Lakritz und ein Blaudruckstand zum Mitmachen, da war bestimmt für jeden etwas dabei!
Dass nicht nur die Kartoffel, sondern auch Honig ein vielseitiger Rohstoff ist, zeigte Imker Herbert Bülter mit seiner großen Anzahl unterschiedlichster Honigprodukte. Handgerollte und gegossene Wachskerzen, Naturkosmetische Produkte, Massageöle zur Körperpflege, Propolis, Honigwein, Bonbons und natürlich Honig in unterschiedlichsten Geschmackrichtungen gab es hier zu kaufen.
Fleischer Alfred Konermann hatte neben allerlei hausgemachten Wurstwaren auch „Kleine Wettringer“ in der Kühlung liegen. Keine Frage, aus welchem Nachbarort er angereist war.
Erntefrische Lebensmittel, Kürbisse, gebratene Champignons und die nach alten Rezepten hergestellten Marmeladen und Säfte der Elter Landfrauen rundeten das reichhaltige

kulinarische Angebot ab. Marie auf dem Trecker
Sieben Volksmusikgruppen sorgten im Laufe des Wochenendes für gute Stimmung und auch für Kinder wurde allerlei geboten. Sie konnten sich im Maiskörnerbad und Kettenkarussell die Zeit vertreiben oder in der Malecke die vielfältigen Eindrücke zu Papier bringen. Der Zauberer „Onkel Karl“ brachte nicht nur die kleinen Gäste mit seinen Tricks immer wieder zum Staunen.
Wer diesem Trubel ein wenig entfliehen wollte, war im Dorfheimathaus genau richtig. Der Maler Werner van Kiesfeld hatte hier einige seiner schönsten Bilder ausgestellt und war gern bereit, interessierten Besuchern seine Arbeitstechniken zu erklären.
Kunst, Kultur und Kulinarisches – mit diesem Konzept präsentierte sich auch der 13. Elter Kartoffelmarkt als Fest für alle Sinne.

Text: Karla Schmits - Fotos: Klaus Wamelink

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