Kein Wohnzimmer im Grünen

Neugestaltung des Bauerngarten am Dorfheimathaus in Elte hat begonnen

Rheine-Elte. (kwa) Seit vielen Jahrhunderten sind die Nutzgärten Ausdruck für das Wissen im Umgang mit der Natur. Als Bauerngarten, schön und zweckmäßig angelegt, füllen sie eine besondere Nische im Dorfbereich. Heimathaus mit Bauerngarten Nach dem Vorbild der mittelalterlichen Klostergärten werden in erster Linie Obst, Gemüse, Kräuter und Blumen angepflanzt. Die Karl dem Großen (742 bis 814) zugeschriebene Landgüterverordnung „Capitulare de villis vel curtis imperii“, die eine detaillierte Vorschrift über der die Verwaltung der Krongüter erließ, ist eine bekannte Quelle der Gartenbaugeschichte, die versucht Zweckmäßigkeit und Ästhetik miteinander zu verbinden. Diese Verordnung nennt uns 73 Nutzpflanzen und 16 verschiedene Obstbäume, die angebaut werden sollten. Die bäuerlichen Gärten vor 1900 hingegen waren maßgeblich  zweckgebunden.

In Elte begann der Heimatverein nun mit der Umgestaltung des Bauerngartens. Mit viel Wissen um die Bedeutung der Pflanzen, ihrer gestalterischen Anordnung und fachgerechter Pflege soll das bisherige Erscheinungsbild des hinter dem Heimathaus gelegenen Gartens verändert werden. Bauerngärten sind Kulturgeschichte, aber heute dienen sie auch als stille Oase zur Muße und Erholung.

 

 

 

... einige Helfer ...

Bis zu vollständigen Umgestaltung rechnet der Heimatverein mit etwa 100 Mannstunden. Von Erholung verspürten die fleißigen Helfer des Vereins daher auch nichts, als sie in den vergangenen Tagen den widrigen Wetterbedingungen trotzten und die ersten fünfzig Stunden Arbeitseinsatz leisteten. Die, durch niedrige Buchsbaumhecken eingegrenzten, Beete grub man komplett um. Wucherndes Efeu und viele Stauden wichen den Neupflanzungen, während andere  Mitglieder des Heimatverein Elte die Hecken kräftig beschnitten und Zäune erneuerten.

 

 

"Man muss für das Neue aufgeschlossen sein und dennoch die Helfer leisteten 100 Mannstundendas gute Alte bewahren", lautet ein Leitspruch. Wenn der Heimatverein Elte bei der Umgestaltung des Gartens  diesem Motto treu bleibt, dürfen wir uns schon jetzt auf den nächsten Frühling freuen.


Text und Bilder: Klaus Wamelink

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